Die jetzige Burgruine steht inmitten einer älteren und umfangmässig weit grösseren Anlage. Diese reicht ins frühe 12., eventuell sogar in das 11. Jahrhundert zurück und bestand aus einer Kernburg mit Ringmauer, einem Ringgraben sowie einer mit Umfassungsmauer bewehrten Vorburg auf dem nördlich vorgelagerten Plateau. Der ehemalige Ringgraben ist heute praktisch ausgeebnet. Die Bauten innerhalb des Berings waren sicherlich aus Holz ausgeführt, weshalb sich auch keine Überreste erhalten haben. Die Mauern der noch sichtbaren Burgruine stammen von einem Neubau, der in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts anzusetzen ist. Entsprechend den nach 1200 geänderten Wehrbautechniken bestand die Anlage nicht mehr aus den Hauptelementen Kernburg, Ringgraben und Vorburg, sondern aus einem alleinstehenden, hohen, quadratischen Wohnturm sowie einer Ringmauer mit unregelmässigem Verlauf. Im Südteil der Burg lehnte sich innen an die Ringmauer ein hölzernes Gebäude an, das nur durch drei schmale Scharten erhellt war. Nach 1300 ist diese Südpartie grundlegend umgestaltet worden. Das hölzerne Haus wurde abgebrochen und durch einen grossen Steinbau ersetzt, der als Wohngebäude diente. Binnenmauern trennten das Gebäude in drei Teile. Der neue Bau war ebenerdig zugänglich.

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Stehend im Nebel, mit den Lichter des Urnerunterlandes in der Luft und dem reflektierendem Schnee wollte ich die Schönheit und Macht dieser Burg in der Froschperspektive wiedergeben.

by gislerd

 

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2 Replies to “Die Attinghausner Burgruine”

  1. Chapeau! Wunderbar Dennis! Gratulation und Dankeschön nach Attinghausen! Du kannst uns am Montag dann gleich erklären, wie Du die Ruine so stimmungsvoll belichtet hast! Ein Lehrstück! Auch in der Farbenlehre…

    1. Dankeschön 😀
      Themenbezogene Story zu Verwacklungs und Bewegungsunschärfe, sowie Spiel mit Schärfentiefe bringe ich am Montag mit. Schönes Wochenende noch ;P

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